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Fehleranalyse im Tampondruck

Fehleranalyse im TampondruckDie Stärken des Tampondruckverfahrens sind seine nahezu grenzenlosen drucktechnischen Einsatzmöglichkeiten. Ein kaum überschaubares Spektrum an Bedruckstoffen in zwei- und besonders im dreidimensionalen Formenbereich wird damit dekoriert.

Ermöglicht wird dies dadurch, dass die wesentlichen drucktechnischen Werkzeuge, Klischee und Silikontampon, das Drucken von Farben verschiedenster Harz-, Pigment- und Lösemittelkombinationen zulassen. Des Weiteren bieten die Hersteller von Tampondruckmaschinen eine große Auswahl verschiedener, z.T. sogar individueller Maschinenkonzepte an. Das Handicap dieser Vielfältigkeit ist eine eingeschränkte allgemeine Standardisierung. Oft müssen die Prozessparameter individuell unter den örtlichen Bedingungen aufeinander abgestimmt werden.

Bei Druckstörungen, ungenügender Druckqualität, unzureichender Farbhaftung etc. stellt sich häufig die Frage nach der Ursache, dem Auslöser der Störung. Auf den nachfolgenden Seiten haben wir deshalb in einer Tabelle die häufigsten Fehlerbilder, ihre möglichen Ursachen sowie Abhilfemaßnahmen zusammengetragen.

Nachstehend noch einige Standardwerte zu den wesentlichen prozesstechnischen Komponenten:

Druckvorlage / Film:

Positiv seitenverkehrt. Matte Oberfläche.
Für hochwertige Wiedergabequalität von Feinstrichmotiven wird der klassische fotografische Reprofilm mit einer Auflösung von 2.540 dpi und Dichte D > 4.00 empfohlen. CtF (Computer to Film) grundsätzlich für einfache Arbeiten möglich, bei dafür geeigneter Hard- (Drucker, Tinte) und Software (ausreichende Auflösung).

Farbe:

In der Regel nicht druckfertig. Wird mit der Zugabe von 20?30% Verdünner (bei unseren Farben ist meist das Zusatzmittel A bzw. U passend) vom Drucker eingestellt.

Klischee:

Polymer: Klischeetiefe ca. 30 μ (Losemittelfarben) bzw. 16 .18 μ bei UV-Farben, Rasterung mit 120 L/cm, 86% Flachendeckung. Auflagenhohe bis zu 20.000 Drucke moglich.
Dunnstahl: Natur oder beschichtet, Klischeetiefe bei 1 x Druck 24 μ, bei 2 x Druck 20 μ. Auflagenhohe bis 100.000 Drucke moglich.
Dickstahl: Klischeetiefe bei 1 x Druck 24 μ, bei 2 x Druck 20 μ. Auflagenhohe bis 1.000.000 Drucke moglich.
Keramik: Auflagenhohe > 3.000.000 Drucke moglich.

Tampon:

Härte: von 0 bis 20 Shore A im Flachdruck
In Ausnahmefällen > 20 Shore
Im Rotationsdruck > 40 Shore
Die Härte ergibt sich beim Herstellungsprozess durch die Mischung von Silikonmasse und Silikonöl. Durch die Behandlung der Gussform kann eine glatte oder raue Oberfläche erzeugt werden.

Substrate:

Extreme Vielfalt an Bedruckstoffen. Teils Reinstoffe, teils Mischungen, teils beschichtet. Manchmal (z.B. PP/PE) ist eine Vorbehandlung notwendig (Flamme/ Corona/ Plasma). Vereinzelt ist eine Nachbehandlung erforderlich (z.B. POM, Flammtrocknung der Farbe). Die Oberfläche kann auch verunreinigt sein (z.B. Fett, Öl), dann muss entfettet werden. Deshalb immer Vorversuche zur Eignung der Druckfarbe durchführen.

Das vollständige Infoblatt mit allen Fehlerbildern, möglichen Ursachen und Abhilfeempfehlungen können Sie sich hier herunterladen.


 

Eingetragen am 21.04.2018

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