KCS Kompetenz Center Siebdruck - Die Macht der Farben
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Tampondruckfarbserien mit besonders umwelt- und anwenderfreundlichen Formulierungen

Um sicher zu stellen, dass die jeweiligen Vorgaben, Richt- und Grenzwerte eingehalten werden, sind zum Einstellen dieser Farben dafür entsprechend geeignete Verdünner, Verzögerer, Härter und Additive auszuwählen.

Auswahltabelle für Verdünner und Verzögerer Auswahltabelle für Verdünner und Verzögerer
Auswahltabelle für Verdünner und Verzögerer
Produkte Verdunstungsgeschwindigkeit Faktor Lösekraft Anwendbarkeit
Zusatzmittel C Sehr schnell 0,25 Mittel-Stark Universell
Zusatzmittel D Schnell 0,5 Mittel Universell
Zusatzmittel U Mittel 1 Mittel Universell
Zusatzmittel R Mittel 3 Mittel Universell
VD 60 Langsam 5 Mittel Universell
VZ 35 Sehr langsam 25 Mild-Mittel Universell

Informationen zu den in diesen Farbserien nicht verwendeten Stoffen

Bisphenol A (BPA)

BPA ist ein Ausgangsstoff für die Herstellung einiger polymerer Kunststoffe wie Polycarbonat oder Epoxidharze. Epoxidharze finden für die Herstellung von vernetzbaren, hochbeständigen Beschichtungen, Vergussmassen oder Klebstoffen ein breites Anwendungsspektrum. Für BPA wurde eine schwache, östrogene Wirkung nachgewiesen, so dass die Aufnahme dieses Stoffes in den menschlichen Organismus möglichst vermieden werden sollte. Wie und in welchen Konzentrationen BPA schädigend wirkt, darüber herrscht in der Fachwelt momentan eine sehr kontrovers geführte Diskussion. Die Firma Coates Screen Inks GmbH bietet seit vielen Jahren bewährte 2-K Farbsysteme auf Epoxidharzbasis an, die, herstellungsbedingt, geringe Spuren an BPA aufweisen können. Bisphenol A als Rohstoff wird bei uns hingegen nicht eingesetzt.

Cyclohexanon

Ein hervorragender Löser für Lackharze, von den technischen Eigenschaften gesehen sehr universell. Leider sind die Dämpfe beim Einatmen gesundheitsschädlich, weshalb für diesen Stoff Expositionsgrenzen einzuhalten sind. Durch geeignete Schutzausrüstungen (Absaugung, Belüftung, PSA) kann eine Gefährdung für den Mitarbeiter jedoch minimiert werden. Die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sind technisch umsetzbar. Vom vollständig getrockneten Farbfilm (bedruckten Gegenstand) geht kein Risiko mehr aus, da das Lösemittel dann bereits verdunstet ist.

Butylglykolat (GB-Ester/Glykolsäurebutylester)

Für neue Formulierungen wird dieses Lösemittel bei uns seit vielen Jahren nicht mehr eingesetzt, da ein Verdacht auf Frucht- oder Fruchtbarkeitschädigung besteht. Eine Überwachung der Exposition am Arbeitsplatz ist bei diesem Stoff nicht vorgesehen, so dass unter Einhaltung der GMP eine Gefährdung zwar gering ist, jedoch nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann.

PAK (engl. PAH), Polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe:

PAK sind natürliche Bestandteile in Kohle und Erdöl, fallen aber auch bei der (unvollständigen) Verbrennung von organischen Substanzen an, und gelten nachgewiesen als krebserregend. Polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe (insgesamt 18) findet man z.B. im Tabakrauch und bei gegrillten oder geräucherten Speisen. Bei Druckfarben sind sie in Pigmentrußen enthalten, welche vielfach in schwarzen Druckfarben eingesetzt werden. Solvent Naphtha, ein früher beliebtes organisches Lösemittel oder Verdünner für Farben und Lacke, ist eine Fraktion aus der Erdöl-Destillation und enthält naturgemäß Naphthalin, das kleinste und damit flüchtigste aller PAK. Um auch niedrigste PAK Grenzwerte (z.B. nach GS-Spezifikation AfPS GS 2014:01 PAK) einhalten zu können, müssen entsprechende Druckfarben völlig frei von Solvent Naphtha sein. Bei schwarzen Farbtönen sind Spezialpigmente, wie in unseren Farbtönen N58, 68 und 68-HD, einzusetzen.

Alle Druckfarbenserien von Coates Screen Inks besitzen selbstverständlich die Konformität zu REACH, RoHS und den EuPIA Richtlinien. Weiterhin sind eine ganze Reihe unserer Farbserien für die Spielzeugnorm EN 71-3:2013 und für Anwendungen auf medizintechnischen Artikeln nach USP Medical Class VI zertifiziert. In bestimmten Fällen benötigen Drucker oder Endkunden aus unterschiedlichen Gründen hinsichtlich von Produkt- bzw. Arbeitssicherheit oder selbstgestellter interner Richtlinien Bedruckstoffe und dazu dann auch Tampondruckfarben, die zusätzlich frei von bestimmten Stoffen (Lösemitteln, Harzkomponenten) sind. Häufig sollen jeweils nur bestimmte einzelne Stoffe/Stoffgruppen ausgeschlossen sein, vereinzelt auch mehrere Produkte zusammen.

Aus unserem umfangreichen Produktprogramm erfüllen nachfolgende fünf Tampondruckfarbsorten auch extra hohe Anforderungen bezüglich der Produktsicherheit.

Diese Farbserien sind frei von
  • Aromaten
  • Bisphenol A (BPA)
  • Butylglykolat (GB-Ester)
  • Cyclohexanon
  • Phthalaten
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Solvent Naphtha
+ Alle Farbserien erfullen die Anforderungen der EN 71-3:2013 (Spielzeug)
+ TP 313 und TP 400 sind zusatzlich auch nach USP Medical Class VI zertifiziert (Medizintech. Anwendungen)
+ TP E-HF ist zusatzlich auch halogenfrei nach DIN EN 61249-2-21

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Eingetragen am 11.11.2016

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